Fax und Telefon prägen die Kommunikation im Gesundheitswesen bis heute. Mit dem TI-Messenger (TIM) will die gematik das ändern und sicheres Chatten in Echtzeit zwischen Praxen, Kliniken, Apotheken und Pflegeeinrichtungen etablieren. Wir erklären, was dahintersteckt und wie sich TIM von der bekannten KIM-Mail unterscheidet.
Was ist der TI-Messenger?
Der TI-Messenger ist der offizielle Standard für sichere Kommunikation im deutschen Gesundheitswesen und ein zentraler Baustein der TI 2.0. Technisch basiert er auf dem offenen Matrix-Protokoll und ermöglicht Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten und Dateianhänge – auf Smartphone, Tablet und Desktop gleichermaßen. Anders als bei gängigen privaten Messengern sind die Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit dabei hoch und gesetzlich geregelt.
Ein wichtiges Merkmal: Es gibt mehrere von der gematik zugelassene Anbieter, die untereinander interoperabel sind. Ihre Praxis kann also mit einer anderen Einrichtung kommunizieren, auch wenn diese einen anderen TIM-Anbieter nutzt. Um den Messenger institutionell bereitzustellen, wird eine SMC-B-Karte benötigt.
KIM oder TI-Messenger – wo liegt der Unterschied?
Beide Dienste dienen der sicheren Kommunikation, funktionieren aber unterschiedlich:
- KIM (Kommunikation im Medizinwesen) arbeitet wie eine sichere E-Mail – ideal für den asynchronen, dokumentenlastigen Austausch wie eArztbrief oder eAU.
- Der TI-Messenger ist auf Echtzeit ausgelegt: schnelle Abstimmungen, kurze Rückfragen, ein Chat im klassischen Sinn.
TIM ersetzt KIM also nicht, sondern ergänzt es – ähnlich, wie im Büroalltag Chat und E-Mail nebeneinander bestehen.
Was der TI-Messenger im Praxisalltag bringt
Der praktische Nutzen ist greifbar: schnelle Abstimmungen zu eRezepten oder Medikationsplänen, kurze Wege zwischen Praxis, Apotheke und Klinik – ohne Fax und ohne Warteschleife am Telefon. Erste Pilotprojekte zeigen, dass der Messenger nach der Einführung aktiv für genau solche Abstimmungen genutzt wird. Auch Patienten sind bereits eingebunden: Über ihre Krankenkassen-App können sie seit Mitte 2025 mit teilnehmenden Praxen kommunizieren.
Der aktuelle Stand und Ausblick
Der TI-Messenger wird schrittweise ausgebaut. Für Kliniken und Praxen gibt es professionelle Varianten („TI-M Pro”), und die gematik treibt die Weiterentwicklung mit weiteren Versionen voran. 2026 steht im Zeichen der tieferen Integration – etwa der direkten Kommunikation mit Krankenkassen. Für Ihre Praxis heißt das: Es lohnt sich, das Thema jetzt auf dem Schirm zu haben, statt später unter Zeitdruck aufzuspringen.
Wir machen Ihre Praxis fit für den TI-Messenger
Welcher Anbieter passt, wie wird TIM eingerichtet und sinnvoll in Ihre Abläufe eingebunden? Hier unterstützen wir Sie als Ihr IT-Service im Münsterland – von der Auswahl über die technische Einrichtung bis zur Einbindung ins Tagesgeschäft.Neugierig auf den TI-Messenger? Wir zeigen Ihnen, wie sichere Echtzeit-Kommunikation in Ihrer Praxis funktioniert. Rufen Sie uns an: 02501 5885577 oder schreiben Sie an info@denkkontor.com.
