
Managed Backup & Disaster Recovery: Ihre Daten sichern, auch wenn alles schiefgeht
Ein Serverausfall am Montagmorgen. Alle Patientendaten unzugänglich. Die Praxis steht still. Was klingt wie ein Albtraum, ist für manche Arzt- und Zahnarztpraxen und andere KMU bereits bittere Realität geworden. Ein Serverausfall muss aber nicht zur existenzbedrohenden Katastrophe werden. Mit einem professionellen Managed Backup & Disaster Recovery Konzept bleiben Ihre Daten auch im Notfall verfügbar und der Betrieb kann weitergehen.
Die häufigsten Bedrohungen für Ihre Daten
Es gibt mehr Risiken für Datenverlust als viele denken. Cyber-Angriffe haben in den letzten Jahren massiv zugenommen und können im Ernstfall binnen Minuten komplette Serversysteme unzugänglich machen. Aber nicht immer ist Hacking das Problem. Auch ganz natürliche Vorkommnisse wie ein defektes Kühlsystem beim lokalen Server, das zum Hardware-Totalschaden führt, ein Wasserschaden im Gebäude oder ein Bedienfehler durch Mitarbeitende können verheerende Datenschäden zur Folge haben.
Das Tückische daran ist oft, dass Schadensfälle erst Tage oder Wochen später bemerkt werden. Ohne eine durchdachte Backup-Strategie mit mehreren Wiederherstellungspunkten können dann auch vermeintlich gesicherte Daten bereits überschrieben und für immer verloren sein.
Warum Disaster Recovery statt einfachem Backup?
Viele Praxen und Unternehmen führen Backups durch, doch im Ernstfall funktioniert die Wiederherstellung nicht, weil der externe Datenträger defekt oder das Backup unvollständig ist oder weil die Wiederherstellung nie getestet wurde. Ein echtes Disaster Recovery Konzept geht weit über die reine Datensicherung hinaus und sorgt dafür, dass Ihre Praxis oder Ihr Betrieb auch nach schwerwiegenden Störungen schnell wieder arbeitsfähig ist.
Mit Disaster Recovery werden alle Maßnahmen, Prozesse und Technologien bezeichnet, die eine schnelle Wiederherstellung des IT-Betriebs nach einem Katastrophenfall veranlassen. Während ein klassisches Backup lediglich Kopien Ihrer Daten erstellt, umfasst ein Disaster Recovery die komplette Wiederherstellungsstrategie, inklusive Hardware-Ersatz, Systemkonfiguration und getesteter Wiederanlaufpläne. Da wird schnell klar: Ein Disaster Recovery sollte von IT-Profis vorbereitet und durchgeführt werden.
Die 2 Stellschrauben beim Disaster Recovery
Zwei Werte definieren Ihr Disaster Recovery Konzept:
Das Recovery Time Objective (RTO) bestimmt, wie schnell Ihre Systeme nach einem Ausfall wieder einsatzbereit sein müssen. Für eine Arztpraxis könnte das bedeuten, dass der Betrieb nach maximal vier Stunden Ausfallzeit wieder laufen muss.
Das Recovery Point Objective (RPO) legt fest, wie viel Datenverlust Sie akzeptieren. Ein RPO von einer Stunde bedeutet: Im schlimmsten Fall gehen die Daten der letzten Stunde verloren, alle älteren Daten müssen wiederherstellbar sein.
Je kürzer RTO und RPO sind, desto sicherer, aber auch aufwendiger und kostenintensiver wird Ihre Backup-Strategie. Ein professioneller IT-Dienstleister hilft Ihnen, das optimale Gleichgewicht zwischen einem guten Schutzniveau und Ihrem Budget zu finden.
Managed Backup: Automatisierung als Erfolgsfaktor
Der Unterschied zwischen konventionellem und Managed Backup liegt in der Automatisierung. Statt sich auf manuell durchgeführte Sicherungen zu verlassen, erfolgen beim Managed Backup automatisierte Sicherungen nach individuell festgelegten Zeitplänen. Ein Managed Service Provider (MSP) kann diese für Sie einrichten und kontinuierlich auf Vollständigkeit und Integrität prüfen. Sie erhalten dann detaillierte Berichte über erfolgreiche Sicherungen und werden bei Problemen sofort alarmiert.
Ein besonders wichtiger Punkt, der leider oft übersehen wird, sind regelmäßige Wiederherstellungstests. Mit diesen stellt Ihr MSP sicher, dass Ihre Backups im Ernstfall auch tatsächlich funktionieren. Denn ein Backup, das sich nicht wiederherstellen lässt, ist wertlos.
Die 3-2-1-1-0-Regel: Moderner Standard jeder Managed-Backup-Strategie
Aktuelle Managed-Backup-Strategien orientieren sich an der bewährten 3-2-1-1-0-Regel, einer Weiterentwicklung der klassischen 3-2-1-Backup-Regel:
3 Kopien Ihrer Daten sollten vorhanden sein: das Original und mindestens zwei Backups. So bleiben Ihre Daten auch bei mehrfachen Ausfällen geschützt.
2 unterschiedliche Speichermedien, z. B. lokale Festplatten und Cloud-Speicher, gewähren den Zugriff auf das Backup, wenn ein Speichermedium fehlerhaft sein sollte.
1 Kopie sollte sich außerhalb Ihrer Praxis oder Ihres Unternehmens befinden, z. B. in einem externen Rechenzentrum oder in der Cloud, um sie vor physischen Gefahren wie Brand, Wasser oder Diebstahl zu schützen.
1 Kopie sollte zudem offline oder immutable (unveränderbar) gespeichert werden, damit sie vor Cyberangriffen und Ransomware sicher ist.
0 steht schließlich für null Fehler nach jeder Sicherung: Moderne Managed-Backup-Services prüfen automatisch die Funktionalität aller Backups und melden Unstimmigkeiten sofort.
Moderne Managed-Backup-Services automatisieren diese Strategie weitesgehend und überwachen kontinuierlich den Erfolg jeder einzelnen Sicherung.

Cloud-Backup vs. lokale Sicherung: Die Hybrid-Lösung
Die optimale Backup-Strategie kombiniert beide Ansätze: lokaler Speicher und Cloudspeicher. Lokale Backups auf NAS-Systemen oder externen Festplatten ermöglichen schnelle Wiederherstellungen bei kleineren Problemen. Wenn einzelne Dateien versehentlich gelöscht wurden, können diese so in wenigen Minuten zurückgespielt werden.
Cloud-Backups schützen Ihre Daten vor lokalen Schäden. Selbst wenn Ihre gesamte IT durch Brand oder Wasserschaden zerstört wird, bleiben Ihre Daten in der Cloud sicher gespeichert. Die Wiederherstellung aus der Cloud dauert zwar etwas länger, ist aber auch bei lokalem Totalverlust möglich.
DSGVO-Compliance und Backup-Aufbewahrung
Datenschutz und Datensicherung müssen Hand in Hand gehen. Backups enthalten sensible Patienten- und Betriebsdaten und müssen entsprechend der DSGVO geschützt werden. Aus diesem Grund sind eine verschlüsselte Übertragung und Speicherung der Backup-Daten sowie eine Zugriffskontrolle nach dem Need-to-know-Prinzip wichtig, um auch beim Managed Backup Datenschutz gewährleisten zu können.
Zudem sollten Sie die für Sie gültigen Aufbewahrungsfristen beachten. Um den gesetzlichen Auflagen zu entsprechen, sind oft längerfristige Datensicherungen, aber auch das rechtzeitige Löschen von Daten erforderlich.
Managed Backup & Disaster Recovery für maximale Datensicherheit
Ein professionelles Managed Backup & Disaster Recovery Konzept ist eine wichtige Versicherung gegen existenzbedrohende Datenrisiken für jedes Unternehmen und jede Arztpraxis. Die Kosten eines mehrtägigen Praxisausfalls in Form verlorener Einnahmen, Patienten- und Kundenverluste und Reputationsschäden sind viel höher als die Investition in professionelle Backup-Lösungen.
Mit einem erfahrenen Managed Service Provider an Ihrer Seite können Sie beruhigt schlafen. Ihre Daten sind sicher und im Ernstfall steht Ihnen sofort professionelle Hilfe zur Verfügung.
Ihre Daten verdienen professionellen Schutz.
Denkkontor betreut über 350 Arztpraxen und KMU mit professionellen Managed Backup & Disaster Recovery Lösungen. Wir kombinieren automatisierte Cloud-Backups mit lokaler Sicherung, führen regelmäßige Wiederherstellungstests durch und stehen im Ernstfall zur Stelle, um Ihre Daten zu retten.
Kontaktieren Sie uns heute und wir übernehmen das Managed Backup & Disaster Recovery für Sie:
